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Togo: LWB-Generalsekretaer Noko fordert Rueckkehrgarantien


From "Frank Imhoff" <Frank.Imhoff@elca.org>
Date Tue, 26 Jul 2005 10:10:33 -0500

Togo: LWB-Generalsekretaer Noko fordert Rueckkehrgarantien fuer Fluechtlinge
Interreligioese Delegation trifft politische und religioese Fuehrungspersoenlichkeiten

Lom* (Togo)/Genf, 25. Juli 2005 (LWI) * Der Generalsekretaer des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Dr. Ishmael Noko, hat den Premierminister Togos,
Edem Kodjo, nachdruecklich dazu aufgefordert, die Rueckkehr Tausender
Fluechtlinge zu erleichtern, die das westafrikanische Land infolge der
politischen Auseinandersetzungen seit Februar dieses Jahres verlassen
haben.

"Der Premierminister hat versichert, dass die Regierung alles in ihrer
Macht Stehende tut, um die Lage zu verbessern und den Fluechtlingen
Rueckkehrgarantien zu geben", erklaerte Noko nach einem Treffen mit Kodjo
am 20. Juli in der togolesischen Hauptstadt Lom*. Kodjo, seit Juni dieses
Jahres im Amt, habe zugesichert, dass kein/e TogoerIn vom Militaer bedroht
werde, so Noko. Zusaetzlich bereite die Regierung gegenwaertig Amnestiegesetze vor, um die Rueckkehr der Fluechtlinge zu erleichtern. Der Premierminister habe die Verantwortlichen aller religioesen Traditionen um Hilfe
gebeten, damit ein Klima der Sicherheit geschaffen werden koenne.

Die politischen Spannungen in Togo sind im Februar nach dem Tod von
Praesident Gnassingbe Eyadema, der das Land 38 Jahre lang regiert hatte,
wieder offen zu Tage getreten. Im April kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen, nachdem Eyademas Sohn, Faure Gnassingbe, zum Sieger der Praesidentschaftswahlen erklaert wurde, waehrend die wichtigste Oppositionskoalition von
Wahlbetrug sprach. Berichten zufolge flohen schaetzungsweise 38.000
Menschen aus Angst vor politischer Verfolgung, Entfuehrung oder Verhaftung
in die Nachbarlaender Benin und Ghana.

Das Treffen mit Premier Kodjo fand im Rahmen des Besuchs einer siebenkoepfigen Delegation der Interreligioesen Initiative fuer Frieden in Afrika
(IFAPA) statt. Die von LWB-Generalsekretaer Noko initiierte Interreligioese Initiative wurde 2002 auf einem panafrikanischen Gipfel fuehrender
religioeser VertreterInnen in Johannesburg (Suedafrika) ins Leben gerufen.
Sie hat bereits mehrere Delegationen in eine Reihe von Konfliktgebieten
auf dem afrikanischen Kontinent entsandt, um interreligioese Zusammenarbeit und Friedensinitiativen zu unterstuetzen.

Die IFAPA-Delegation in Togo setzte sich aus ChristInnen, MuslimInnen und
VertreterInnen der Traditionellen afrikanischen Religion zusammen.
Waehrend ihres Besuchs vom 17. bis 21. Juli traf sie mit VertreterInnen
togolesischer Religionsgemeinschaften, Regierungsverantwortlichen sowie
mit FuehrerInnen der aus mehreren Parteien bestehenden Oppositionskoalition zusammen, deren Kandidat die Praesidentschaftswahlen verloren hatte. Die
Delegation besuchte auch ein Lager fuer togolesische Fluechtlinge in
Benin.

VertreterInnen der Oppositionskoalition erklaerten, togolesische ReligionsfuehrerInnen koennten die dringend noetigte "moralische Autoritaet" bieten,
die zur Schaffung eines Klimas des Vertrauens beitragen wuerde. Sie
brachten ihre Besorgnis angesichts fehlender Gerechtigkeit in Togo und der
Machtkonzentration im Amt des Praesidenten zum Ausdruck. Ferner warnten
sie vor einer "Tribalisierung" des Sicherheitsapparats, dessen Mitglieder
primaer einer einzigen ethnischen Gruppe angehoerten.

Bei Treffen mit ReligionsfuehrerInnen hoben die Mitglieder der IFAPA-Delegation die Notwendigkeit eines interreligioesen Forums hervor, in dem alle
Glaubenstraditionen und religioesen Denominationen in Togo vertreten sein
muessten.

"Frieden ist in Afrika nur moeglich, wenn alle religioesen Traditionen
zusammenarbeiten, und Frieden wird in Togo nur dann moeglich sein, wenn
alle Religionsgemeinschaften gemeinsam ihren Beitrag dazu leisten",
betonte LWB-Generalsekretaer Noko. (460 Woerter)

(Ein Beitrag von Stephen Brown, Redakteur von Ecumenical News International/Oekumenische Nachrichten International, der die IFAPA-Delegation nach
Togo begleitet hat.)

* * *

LWI online unter: www.lutheranworld.org/News/Welcome.DE.html

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