From the Worldwide Faith News archives www.wfn.org


Sonderausgabe der Lutherischen Welt-Information - 'Diapraxis


From "Frank Imhoff" <Frank.Imhoff@elca.org>
Date Mon, 23 May 2005 11:05:22 -0500

Sonderausgabe der Lutherischen Welt-Information
"Diapraxis fuer Frieden und Versoehnung"

Genf, 23. Mai 2005 (LWI) - Unter dem Titel "Diapraxis fuer Frieden und
Versoehnung" hat die Lutherische Welt-Information (LWI) eine LWI-Sonderausgabe (Nr. 04/2005) veroeffentlicht. Diese Sonderausgabe ist ein Beitrag des
Lutherischen Weltbundes (LWB) zum Zweiten Interreligioesen Gipfel der
Initiative fuer Frieden in Afrika (IFAPA), der vom 18. bis 25. April in
Benoni bei Johannesburg (Suedafrika) stattfand. Der LWB gehoerte zu den
Hauptinitiatoren des Gipfels.

Eingedenk des Themas dieses Gipfels - "Zusammenarbeit fuer Frieden in
Afrika" - hat das fuer den Inhalt der LWI-Sonderausgabe verantwortliche
Redaktionsteam nicht nur den interreligioesen Dialog, sondern auch den
interreligioesen Dialog in Aktion - die Diapraxis - in den Mittelpunkt
gestellt. Darueber hinaus erklaert es Diapraxis fuer Frieden und Versoehnung anhand konkreter Beispiele.

Die 20-seitige LWI-Sonderausgabe finden Sie im Format PDF auf der
LWB-Webseite unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf (820 KB)

Kopien der LWI-Sonderausgabe Nr. 04/2005 koennen Sie bestellen bei:
LWB-Kommunikationsbuero, E-Mail: info@lutheranworld.org. Der Preis
betraegt 1,50 CHF, 1,- EUR oder 1,25 USD zuzueglich Versandkosten.

Im Folgenden finden Sie eine kurze Angabe zum Inhalt der LWI-Sonderausgabe:
Vorwort - LWB-Generalsekretaer Pfr. Dr. Ishmael Noko

Allen, die die LWI-LeserInnen so bereitwillig an ihren Erfahrungen und
Geschichten haben teilhaben lassen, spreche ich meinen herzlichen Dank
aus. Ich lade Sie nun ein, ueber diese ermutigenden Zeugnisse nachzudenken, die uns anspornen, in unserem eigenen Umfeld nach Gelegenheiten fuer ein
gemeinsames interreligioeses Engagement zum Wohl der Gesellschaft Ausschau
zu halten* (Den vollen Wortlaut des Beitrags finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 3.)

Diapraxis fuer Frieden und Versoehnung - Eine LWB-Perspektive

Es wird allgemein kritisiert, dass bei Zusammenkuenften im interreligioesen Dialog mehr oder weniger immer dieselben GespraechspartnerInnen ohne den
geringsten Bezug zum Leben normaler Menschen zusammenkommen. Der Lutherische Weltbund (LWB) sieht allerdings die Wurzeln des interreligioesen Dialogs
im normalen interreligioesen Leben. Daher spricht er von "Diapraxis".

Was ist Diapraxis?

Die daenische Theologin Lissi Rasmussen schlug im Jahr 1988 fuer den
interreligioesen Dialog die Bezeichnung "Diapraxis" vor und fuehrte dazu
aus:
"Auf Grund der Erfahrungen, die ich in Afrika und Europa sammeln konnte,
verstehe ich Dialog als einen lebendigen Prozess, als eine Moeglichkeit zu
Koexistenz und "Pro-Existenz". Deshalb moechte ich die Bezeichnung
"Diapraxis" einfuehren. Dialog beschreibt eine Beziehung, in der das
Miteinanderreden im Mittelpunkt steht, Diapraxis aber bezeichnet eine
Beziehung, in der das Wichtigste das gemeinsame Handeln ist. Deshalb meine
ich mit Diapraxis nicht die derzeitige Form des Dialogs, sondern eher
Dialog als Handeln. Wir brauchen einen staerker anthropologisch und
kontextbezogenen Ansatz fuer den Dialog, nach dem wir Diapraxis als das
Zusammenkommen von Menschen verstehen, die versuchen, die gemeinsame
Wirklichkeit zu erkennen und zu veraendern."* (Den vollen Wortlaut des
Beitrags von Pfr. Dr. Ingo Wulfhorst, LWB-Studienreferent fuer "Die Kirche
und Menschen anderer Glaubensrichtungen" der LWB-Abteilung fuer Theologie
und Studien (ATS), finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seiten 4f.)

Diapraxis - Aktuelle Herausforderungen

Welche Aufgaben hat Diapraxis heute? Das Redaktionsteam dieser LWI-Sonderausgabe hat einen christlichen und einen muslimischen Wissenschaftler
gebeten, darueber zu reflektieren, welche Herausforderungen sich dem
interreligioesen Dialog und der interreligioesen Praxis stellen.

Interreligioeser Dialog und das Streben nach sozialer Spiritualitaet

Der interreligioese Dialog hat drei grundlegende Voraussetzungen. Erstens:
der Dialog findet zwischen Menschen, nicht zwischen Religionen oder
Glaubenssystemen statt. Der Glaube wird von Menschen gelebt und ist
konkreter Ausdruck ihrer religioesen Wertvorstellungen und Ueberzeugungen
in ihrem Alltagsleben. Zweitens: echter Dialog entsteht zwischen Menschen
mit spezifischen religioesen Ueberzeugungen. Im interreligioesen Dialog
treffen demnach Ueberzeugungen von Menschen aufeinander. Drittens: Dialog
vollzieht sich nicht auf einer "Strasse mit zwei Fahrtrichtungen", im
gegenseitigen Meinungsaustausch oder im Gespraech miteinander, sondern er
ist grundsaetzlich "Dia-log". Die griechische Praeposition "dia" bedeutet
gegenseitiges Engagement, das danach strebt, voneinander abweichende
Ueberzeugungen, die Menschen vertreten oder miteinander teilen, zu
"durchkreuzen" oder zu "durchdringen"... (Den vollen Wortlaut des Beitrags
von Pfr. Dr. J. Paul Rajashekar, Professor fuer systematische Theologie
und Dekan des Lutherischen Theologischen Seminars in Philadelphia,
Pennsylvania/USA, finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seiten 6f.)

Diapraxis - Zusammenarbeit zum gemeinsamen Wohl der Menschheit

Dem interreligioesen Dialog, der Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehr
Religionen zur Behandlung gemeinsamer Anliegen kommt im 21. Jahrhundert
weltweit entscheidende Bedeutung zu.

Der Dialog, in dem Menschen unterschiedlicher Ueberzeugungen von Angesicht
zu Angesicht miteinander sprechen, zielt nicht darauf ab, den anderen zu
bekehren oder in der Diskussion den Sieg davonzutragen. Ziel und Zweck ist
vielmehr die gemeinsame Sondierung von Bereichen, in denen es Gemeinsamkeiten geben koennte. Der religioese Dialog, wie er in theologischen Kreisen
gefuehrt wird, stellt vielleicht keine geeignete Moeglichkeit dar,
soziooekonomische und politische Herausforderungen aufzugreifen, da er
sich mit religioesen Lehren befasst, die nicht einfach abgeaendert werden
koennen. Interreligioese Aktion oder Diapraxis hingegen basiert zwar auch
auf interreligioesem Dialog, aber sie geht ueber offene Diskussion hinaus
und ermoeglicht gemeinsames Handeln... (Den vollen Wortlaut des Beitrags
von Sheikh Hamid A. Byamugenzi, Uganda, finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 7.)

Interreligioeser Dialog und Diapraxis - Aus der Sicht der Regionen

Die Erfahrungen mit religioeser Pluralitaet variieren von Region zu Region
und von Land zu Land. Das Redaktionsteam dieser LWI-Sonderausgabe hat
fuehrende religioese Persoenlichkeiten, GemeindepfarrerInnen, Laien und
junge Erwachsene, Frauen und Maenner mit unterschiedlichem religioesen
Hintergrund eingeladen, uns an ihren Erfahrungen mit dem interreligioesen
Dialog und mit interreligioeser Diapraxis teilhaben zu lassen.

Afrika

Sudan: Religioeser Dialog - Ein Hoffnungsstrahl fuer die Beendigung des
laengsten Buergerkrieges in Afrika

Die Religion hat in der Geschichte des Sudan sowohl eine positive als auch
eine negative Rolle gespielt. Mit Ausnahme des zerbrechlichen Friedens,
der 1972 nach Verhandlungen zwischen den suedsudanesischen Aufstaendischen
(den Anya Nya) und der sudanesischen Regierung in Addis Abeba geschlossen
wurde und bis zum Neuausbruch des Konflikts 1983 dauerte, ist der
Suedsudan seit jeher ein Schlachtfeld gewesen. Die Unterschiede zwischen
Norden und Sueden und die daraus erwachsende Feindschaft basieren auf der
unterschiedlichen Religionszugehoerigkeit und den Konflikten zwischen
Menschen, die verschiedenen Kulturen angehoeren und verschiedene Sprachen
sprechen... (Den vollen Wortlaut des Beitrags von Moses Telar Cindut,
SPLM/A-Sekretariat fuer Religioese Angelegenheiten, finden Sie unter:
www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seiten
8f.)

Sierra Leone: Hoffnung auf dem gefaehrdeten Weg des Friedens

Jahrzehntelang genoss Sierra Leone trotz unterschiedlicher politischer
Konstellationen in der Zeit vor und nach der Unabhaengigkeit eine relativ
friedliche Koexistenz unter seinen 13 ethnischen Gruppen, die dem Islam
(60 Prozent), indigenen Religionen (30 Prozent) und dem Christentum (10
Prozent) angehoeren. Dann startete die Revolutionaere Vereinigte Front
(RUF) 1991 einen Buschkrieg gegen die Regierung. Toetungen, Gewalt und die
Zerstoerung von Eigentum und Existenzgrundlagen nahmen in den naechsten
elf Jahren unvorstellbare Ausmasse in dem kleinen westafrikanischen Land
an... (Den vollen Wortlaut des Beitrags von Pfarrerin Marie Jilo Barnett
von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Sierra Leone finden Sie unter:
www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite
9.)

Asien

Nepal: Kampf gegen Kastendiskriminierung und HIV/AIDS auf der Grundlage
religioeser Wertvorstellungen

Nepal ist der einzige Staat in der Welt, der nach seiner Verfassung
hinduistisch ist. Rund 86 Prozent der 27 Millionen EinwohnerInnen sind
Hindus. BuddhistInnen machen acht Prozent der Bevoelkerung aus, MuslimInnen vier Prozent und ChristInnen und die AnhaengerInnen der uebrigen
Religionen etwa zwei Prozent. Die Religion ist integraler Bestandteil des
Lebens und der Gesellschaft der NepalesInnen und gibt die Grundregeln fuer
das Verhalten des Einzelnen und die Riten fuer die taeglichen Gebete
vor... (Den vollen Wortlaut des Beitrags von Shashi Rijal, Koordinatorin
fuer Fuersprache und Entwicklung im Rahmen des Laenderprogramms der
AWD/LWB in Nepal, finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 10.)

Indien - "Frieden unter ChristInnen, Hindus und MuslimInnen"

Das Bild mit dem Titel "Frieden unter ChristInnen, Hindus und MuslimInnen"
wurde von dem elfjaehrigen Ranjit Samal aus Indien gemalt. Ranjit hat vier
Brueder und eine Schwester, sein Vater ist Musiker. Ranjit's Familie lebt
in einem Elendsviertel in Cuttack im Staat Orissa im Nordosten Indiens.
(Das Bild von Ranjit Samal finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 11.)

Europa

Bruecken schlagen ueber ethnische und religioese Graeben im Kosovo

Der Kosovo ist eine kleine Region auf dem Balkan, eine Provinz in Serbien,
deren Bevoelkerung mehrheitlich albanischer und nicht serbischer Herkunft
ist. 90 Prozent der zwei Millionen BewohnerInnen sind MuslimInnen. Der
ethnische Konflikt Ende der 1990er Jahre hatte nicht nur den unentschuldbaren Verlust vieler Menschenleben zur Folge, sondern er fuehrte auch zur
Zerstoerung vieler heiliger Staetten. Allein 218 Moscheen wurden niedergebrannt und beschaedigt, in Mitrovica wurden acht zerstoert... (Den vollen
Wortlaut des Beitrags von Imam Rexhep Lushta, Mitrovica, Kosovo, finden
Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf,
Seite 11.)

ChristInnen und MuslimInnen in Daenemark knuepfen Beziehungen zueinander

Als das christlich-muslimische Studienteam des Lutherischen Weltbundes
(LWB) im November 2003 seine erste Fallstudie in Daenemark aufnahm,
aeusserten sich Mitglieder des Teams besorgt ueber die in diesem Land
anzutreffende "Islamphobie". Sie trat besonders deutlich zutage, als die
Gruppe mit einem Parlamentsabgeordneten der extrem nationalistischen
Daenischen Volkspartei zusammentraf, die der wieder gewaehlten neoliberalen Regierung angehoert. Statt sich darum zu bemuehen, die Angst vor dem
Islam und vor "AuslaenderInnen" zu ueberwinden, bedient sich die Partei
des Glaubens, um Stimmen zu gewinnen, und stellt MuslimInnen als ein
Problem dar, mit dem man sich auseinander setzen muesse... (Den vollen
Wortlaut des Beitrags von Pfarrerin Dr. Lissi Rasmussen, Direktorin des
Zentrums fuer Islamisch-Christliche Studien in Kopenhagen, finden Sie
unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf,
Seite 12.)

Nordamerika

Amerikanische Jugend von dem Gedanken beseelt, ueber religioese Grenzen
hinweg zu handeln

Am 9. und 10. April dieses Jahres haben sich Tausende junger Menschen aus
verschiedenen Religionen versammelt, um in den Vereinigten Staaten von
Amerika Obdachlosigkeit und Hunger zu bekaempfen und ueber die Grenzen
ihrer Traditionen hinweg gegenseitige Verstaendigung zu suchen. Der
Nationale Tag des Interreligioesen Jugenddienstes 2005 wurde unter
Mitwirkung von Organisationen wie "America's Second Harvest - The Nation's
Food Bank Network and Habitat for Humanity" (Amerikas zweite Ernte - ein
nationales Netzwerk zur Versorgung von Menschen mit Nahrungsmitteln und
Wohnraum) in mehr als 50 Staedten und Universitaeten von Amerika begangen... (Den vollen Wortlaut des Beitrags von April Kunze, Direktorin der
Nationalen Programme von Interfaith Youth Core, finden Sie unter:
www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seiten
12f.)

New Yorks Schmerz und Angst wurden zum Fundament des Ausdrucks unseres
Glaubens

Am 11. September 2001 sahen wir aus den Fenstern im 16. Stockwerk des
Interkonfessionellen Kirchenzentrums am Riverside Drive (New York/USA) die
Tuerme einstuerzen. Um zwoelf Uhr versammelten sich Hunderte von uns im
Kirchenzentrum zum Gebet. Es war eine interkonfessionelle Zusammenkunft.
In dem Teil, den ich leitete, bat ich die Versammelten, nachdem ich den
23. Psalm gelesen hatte, in unserem Gebet die Namen von Menschen in der
Stadt vor Gott zu bringen, deren Ergehen uns noch unbekannt war... (Den
vollen Wortlaut des Beitrags von Bischof Stephen P. Bouman, Synode der
Metropole New York der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, finden
Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf,
Seiten 13f.)

Lateinamerika und die Karibik

Im Gespraech mit Deni-IndianerInnen im nordwestlichen Amazonasgebiet

Die Kolonisierung Brasiliens hat ein Aufeinanderprallen der Kulturen
bewirkt, das fuer die indigene Bevoelkerung des Landes verhaengnisvoll
war; in der Folge wurde sie dramatisch dezimiert. Auch die Evangelische
Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (EKLBB) hat Anteil an der
verhaengnisvollen Kolonisierungsgeschichte, da ihre Mitglieder als
EinwandererInnen in Gebieten der indigenen Bevoelkerung angesiedelt
wurden. Dieser gleiche Konflikt wiederholte sich und wiederholt sich noch
immer in der Binnenwanderung der Mitglieder der EKLBB. Die EKLBB hat
inzwischen oeffentlich ihre Schuld gegenueber der indigenen Bevoelkerung
zum Ausdruck gebracht... (Den vollen Wortlaut des Beitrags von Pfr. Walter
Sass , seit 1978 Pfarrer der EKLBB in den Neusiedlungsgebieten im
Amazonas, und Saravi Deni, Dorfvorsteher und Gesundheitshelfer sowie
erster indigener Vertreter in der Geschichte des Landkreises, finden Sie
unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf,
Seiten 14f.)

Diapraxis fuer Frieden und Versoehnung - Aus der Perspektive der Jugend

Fuer Toleranz und gegenseitige Achtung, nicht Uniformitaet

Es ist zwar nicht immer leicht, mit manchen Problemen umzugehen, aber ich
bemuehe mich vor allem, gegenueber meinen KollegInnen tolerant und
geduldig zu sein. Wer sie auch sind und was sie auch glauben, ich moechte
gut mit ihnen auskommen und sie achten... (Den vollen Wortlaut des
Beitrags von Mwanakitina Saggaff aus Kenia finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 16.)

Kommt und schaut: eine friedliche Koexistenz der Religionen ist
moeglich!

Ein Jude, ein Christ, ein Muslim und ein Baha'i sitzen gemeinsam an einem
Tisch und essen. In der Vergangenheit haette es sich bei einer Geschichte,
die so anfaengt, nur um einen der ueblichen Witze handeln koennen, wie wir
sie alle kennen. In der heutigen globalisierten Welt jedoch wird der
Kontakt mit verschiedenen Religionen fuer Millionen von Menschen immer
mehr zu einer alltaeglichen Wirklichkeit... (Den vollen Wortlaut des
Beitrags von Babak Mostaghimi, Praesident des JHU-Baha'i-Clubs und
Mitglied des Interreligioesen Rats der Universitaet, finden Sie unter:
www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite
16.)

Interreligioese Begegnungen im Rahmen der Jugendplattform in Genf zum
Thema "Die Anderen"

Es gibt verschiedene Faktoren, die unsere Identitaet und unser menschliches Bewusstsein veraendern und entwickeln. Der Kontakt mit anderen Menschen,
die einen anderen Gesichtskreis, andere Lebenserfahrungen haben, ist einer
der wesentlichsten. Im Dialog erfahren wir nicht nur etwas uebereinander,
sondern auch ueber uns selbst. Wir vergleichen unsere eigene Identitaet
mit dem Reichtum der Identitaet anderer Menschen. In diesem Rahmen habe
auch ich an Tagungen der interreligioesen Jugendplattform, der "Plateforme
interreligieuse jeunesse", teilgenommen, einem Forum, das junge Menschen
aus allen Religionen in Genf (Schweiz) zusammenfuehrt... (Den vollen
Wortlaut des Beitrags von Arielle Herzog, Mitglied der "Plateforme
interreligieuse jeunesse" in Genf, finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 16.)

Eine Herausforderung - Hinterfragen wir uns gegenseitig in der Wiege der
monotheistischen Religionen

Das Heilige Land hat eine lange Geschichte voller Leid und Unruhen hinter
sich. Die Begleitumstaende des israelisch-palaestinensischen Konflikts
haben gegenwaertig einen gefaehrlichen Hoehepunkt erreicht und die starke
Militarisierung und Politisierung des Lebens fordert an vielen Fronten
ihren Tribut von ganz normalen Menschen. Diese Unruhen binden wertvolle
Ressourcen, die an anderer Stelle, wie zum Beispiel im sozialen Bereich,
investiert werden sollten. Stattdessen werden diese Ressourcen in den
Dienst einer Militaermaschinerie gestellt, die immer unersaettlicher wird
und normalen BuergerInnen ein menschliches Leben verweigert... (Den vollen
Wortlaut des Beitrags von Annaliza Younan, Palaestinenserin und Mitglied
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land,
finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 17.)

Interreligioeser Dialog und Diapraxis *

Das letzte Kapitel dieser LWI-Sonderausgabe enthaelt eine Sammlung von
Features und Hintergrundberichten. Es befasst sich eingehend mit der
Interreligioesen Initiative fuer Frieden in Afrika (IFAPA) und mit der
Rolle von Frauen im Friedensprozess. Es stellt weiterhin die Arbeit des
Laenderprogramms der LWB-Abteilung fuer Weltdienst (AWD) in Mauretanien
vor.

IFAPA: Wie Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zu FreundInnen
wurden

Grundlegendes Element jeder Religion ist Frieden. Trotz unserer religioesen Verschiedenheit predigen wir alle dieselben Werte: ethische Werte,
Solidaritaet, Vergebung und Liebe. Diese gemeinsamen Werte sind notwendig,
um Gewalt und Konflikte jeder Art zu bekaempfen und als Katalysator fuer
engere Zusammenarbeit zwischen den Glaubensgemeinschaften zu wirken...
(Den vollen Wortlaut des Beitrags von Sheikh Saliou Mback*, Koordinator
von IFAPA mit Sitz in Nairobi, Kenia, finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seiten 17f.)

Westafrikanische Frauen stiften Frieden ueber religioese Schranken hinweg

In Nigeria gibt es ein Sprichwort: "Wenn der Staat Kaduna niest, ist das
ganze Land erkaeltet." So war es tatsaechlich, als der sogenannte
Schariah-Konflikt in Kaduna ausbrach. Einstmals ein Hort und Mikrokosmos
des Friedens in Nigeria, gilt der Staat Kaduna jetzt als Brutstaette
interreligioeser Gewalt. Im Jahr 2000 sorgte der Schariah-Konflikt fuer
die Polarisierung des Staates entlang den religioesen Trennungslinien,
spaltete auf schmerzliche Weise ChristInnen und MuslimInnen und erzeugte
ein hohes Mass an gegenseitigem Misstrauen und Argwohn... (Den vollen
Wortlaut des Beitrags von Thelma Ekiyor, Programmdirektorin des WANEP,
finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 18.)

JETZT ist es Zeit fuer den Aufbruch - Engagement suedafrikanischer junger
Menschen in Friedensinitiativen

Am 20. Maerz 2000 fand im Grossraum Durban (Suedafrika) eine Jugendkonferenz statt, an der VertreterInnen vieler Schulen teilnahmen. Waehrend des
Interaktionsprogramms stellten junge AbsolventInnen der Universitaet Natal
in ihrem Beitrag dar, wie sich junge Maenner und Frauen in den Bereichen
HIV/AIDS, Frieden, Gleichberechtigung von Frauen und Maennern, Menschenrechte und haeusliche Gewalt engagieren koennen. Das Jugendfriedensforum von
Kwa-Zulu-Natal (KZN) ist inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden;
40 Schulen mit 80 bis 100 SchuelerInnen nehmen an den verschiedenen
Workshops teil... (Den vollen Wortlaut des Beitrags von Paddy Meskin,
Praesidentin der Weltkonferenz der Religionen fuer den Frieden fuer den
Zweig Suedafrika, finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seiten 18f.)

Afrika bedarf dringend der Heilung - Mauretanische Wuerdentraeger
unterstuetzen interreligioesen Dialog in Afrika

"Wir brauchen eine Reformation, keinen Fanatismus, um die Probleme in
Afrika zu loesen", betont Scheich Khalil Ould Cheikhny mit ruhiger, aber
fester Stimme. Der muslimische Wuerdentraeger spricht zu rund 500
ZuhoererInnen, die in einem riesigen Beduinenzelt Platz genommen haben, um
mit dem Generalsekretaer des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfr. Dr.
Ishmael Noko, und den Mitgliedern seiner Delegation ueber den interreligioesen Dialog zu debattieren... (Den vollen Wortlaut des Beitrags von
LWI-Redakteur Dirk-Michael Groetzsch finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seiten 19f.)

Kurznachrichten der LWI-Ausgabe 04/2005

LWB-Publikation ueber ChristInnen und MuslimInnen im Dialog

"Dialogue and Beyond: Christians and Muslims Together on the Way" ist der
Titel einer 2003 veroeffentlichten Publikation in der Studienreihe des
Lutherischen Weltbunds (LWB). Das von der LWB-Abteilung fuer Theologie und
Studien (ATS) herausgegebene Buch stellt die Ergebnisse einer im April
2002 vom LWB veranstalteten Konsultation vor, zu der muslimische und
christliche WissenschaftlerInnen in Yogyakarta (Indonesien) zusammenkamen,
um ueber gemeinsame Anliegen zu beraten und zu untersuchen, auf welchem
Wege sie sich gemeinsam den wechselseitigen Herausforderungen stellen
koennen... (Den vollen Wortlaut des Beitrags finden Sie unter: www.lutheranworld.org/LWF_Documents/LWI/LWI-04-2005-DE-low.pdf, Seite 7.)

* * *

Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen
weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er inzwischen 138
Mitgliedskirchen, denen rund 66 Millionen ChristInnen in 77 Laendern
weltweit angehoeren.

Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das ermoeglicht eine
enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat der Kirchen (OeRK) und
anderen weltweiten christlichen Organisationen. Der LWB handelt als Organ
seiner Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B.
oekumenische und interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere
Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von
Missions- und Entwicklungsarbeit.

Die LUTHERISCHE WELT-INFORMATION (LWI) wird als Informationsdienst des
Lutherischen Weltbundes (LWB) herausgegeben. Veroeffentlichtes Material
gibt, falls dies nicht besonders vermerkt ist, nicht die Haltung oder
Meinung des LWB oder seiner Arbeitseinheiten wieder. Die mit "LWI"
gekennzeichneten Beitraege koennen kostenlos mit Quellenangabe abgedruckt
werden.

* * *

LWI online unter: www.lutheranworld.org/News/Welcome.DE.html

LUTHERISCHE WELT-INFORMATION
Postfach 2100, CH-1211 Genf 2, Schweiz
Deutsche Redaktion: Dirk-Michael Groetzsch
Tel.: +41-22-791-6353
Fax: +41-22-791-6630
E-Mail: dmg@lutheranworld.org


Browse month . . . Browse month (sort by Source) . . . Advanced Search & Browse . . . WFN Home