From the Worldwide Faith News archives www.wfn.org


Norwegischer Theologe gibt nach Uebertritt zum Katholizismus


From "Frank Imhoff" <Frank.Imhoff@elca.org>
Date Mon, 21 Feb 2005 08:28:13 -0600

Norwegischer Theologe gibt nach Uebertritt zum Katholizismus Lehrauftrag
auf
Prof. Ola Tjørhom betont Verpflichtung zur sichtbaren Einheit der Kirche

Stavanger (Norwegen)/Genf, 20. Februar 2005 (LWI) - Der ehemalige
Professor am Institut fuer Oekumenische Forschung in Strassburg (Frankreich), Ola Tjørhom (51), ist von seinem Amt als Lehrstuhlinhaber fuer
Dogmatik am lutherischen Institut fuer Mission und Theologie in Stavanger
(Norwegen) zurueckgetreten. Tjørhom, der im Januar 2003 zum roemisch-katholischen Glauben konvertiert war, konnte im Anschluss an seine Konversion
weiter als Professor fuer systematische und oekumenische Theologie in
Stavanger wirken. Die Fakultaetsfuehrung entschied jedoch zu einem
spaeteren Zeitpunkt, dass er auf einem neutraleren Gebiet - der Wissenschaftstheorie - weiterarbeiten sollte.

Die Entscheidung Tjørhoms, der roemisch-katholischen Kirche beizutreten,
hatte 2003 sowohl in den norwegischen Medien, als auch in der oekumenischen Bewegung fuer grosses Aufsehen gesorgt. Tjørhom gehoerte zu den
bekanntesten VertreterInnen der Norwegischen Kirche und arbeitete regional
wie international im Bereich der Oekumene. So war er intensiv an dem
Prozess beteiligt, der 1993 zur Porvooer gemeinsamen Feststellung fuehrte.
Ebenso gehoerte er zur Internationalen anglikanisch-lutherischen Arbeitsgruppe. (Weitere Informationen siehe: www.lutheranworld.org/news/lwi/de/1138.de.html)

Tjørhom trat im Januar 2005 aufgrund einer gegenseitigen Vereinbarung
zwischen ihm und dem lutherischen Institut fuer Mission und Theologie von
seinem Lehrauftrag zurueck. Er erklaerte, dass er die erreichte Vereinbarung begruesse. Er bedaure jedoch die Schwierigkeiten bei der Definition
eines passenden Lehrgebietes fuer einen roemisch-katholischen Theologen.
Die Wissenschaftstheorie sei ein Gebiet, auf dem er keine besondere
Spezialisierung habe, betonte er.

Tjørhom, der im letzten Jahr freigestellt war, hat weiterhin zu
verschiedenen Themen Artikel und Aufsaetze publiziert und sucht nun nach
einer neuen Lehrposition.

"Ich bin mir vollkommen bewusst, dass eine Konversion ein problematischer
Schritt ist, nicht zuletzt aus oekumenischer Sicht", betonte er. "Doch
meine Verpflichtung gegenueber dem Ziel der sichtbaren Einheit der Kirche
ist unveraendert vorhanden", fuegte er hinzu. (293 Woerter)

* * *

Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen
weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er inzwischen 138
Mitgliedskirchen, denen rund 66 Millionen ChristInnen in 77 Laendern
weltweit angehoeren.

Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das ermoeglicht eine
enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat der Kirchen (OeRK) und
anderen weltweiten christlichen Organisationen. Der LWB handelt als Organ
seiner Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B.
oekumenische und interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere
Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von
Missions- und Entwicklungsarbeit.

Die LUTHERISCHE WELT-INFORMATION (LWI) wird als Informationsdienst des
Lutherischen Weltbundes (LWB) herausgegeben. Veroeffentlichtes Material
gibt, falls dies nicht besonders vermerkt ist, nicht die Haltung oder
Meinung des LWB oder seiner Arbeitseinheiten wieder. Die mit "LWI"
gekennzeichneten Beitraege koennen kostenlos mit Quellenangabe abgedruckt
werden.

* * *

LWI online unter: www.lutheranworld.org/News/Welcome.DE.html

LUTHERISCHE WELT-INFORMATION
Postfach 2100, CH-1211 Genf 2, Schweiz
Deutsche Redaktion: Dirk-Michael Groetzsch
Tel.: +41-22-791-6353
Fax: +41-22-791-6630
E-Mail: dmg@lutheranworld.org


Browse month . . . Browse month (sort by Source) . . . Advanced Search & Browse . . . WFN Home