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Medienarbeit lutherischer Minderheitskirchen in Europa muss
From
"Frank Imhoff" <franki@elca.org>
Date
Wed, 26 May 2004 05:39:08 -0500
Medienarbeit lutherischer Minderheitskirchen in Europa muss effektiv vernetzt
werden
KALME-Vollversammlung waehlt Marina Chudenko zur Vorsitzenden
Sibiu/Hermannstadt (Rumaenien)/Genf, 26. Mai 2004 /LWI) * Zu einer effektiven
Vernetzung der Medienarbeit der lutherischen Minderheitskirchen in Europa
haben die rund 30 TeilnehmerInnen der Vollversammlung des
Kommunikationsausschusses Lutherischer Minderheitskirchen in Europa (KALME),
die vom 21. bis 26. Mai 2004 in Sibiu/Hermannstadt (Rumaenien) stattfand,
aufgerufen. Die europaeische Dimension der Medienarbeit der lutherischen
Kirchen solle gestaerkt werden, so die Delegierten, was den Austausch von
Ideen und Projekten sowie ihre Realisierung in den eigenen Kirchen und
Kirchgemeinden einschliesse. In Zukunft werde angestrebt, die gemeinsame
KALME-Webseite als Plattform anzubieten, auf der sich die Kirchen mit
Basisinformationen und aktuellen Beitraegen praesentieren, so die
VertreterInnen und Medienschaffenden aus 16 europaeischen lutherischen
Kirchen in ihrer Abschlusserklaerung.
Im Blick auf die zukuenftige Arbeit von KALME riefen die
Vollversammlungsdelegierten dazu auf, den Kontakt zwischen den Mitgliedern
des Kommunikationsausschusses weiter zu vertiefen. Sie forderten die
Kirchenleitungen der 22 KALME-Mitgliedskirchen auf, die Zusammenarbeit zu
unterstuetzen, indem sie qualifizierte VertreterInnen zu den Konsultationen
entsenden und die Arbeit von KALME gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund
(LWB) finanziell foerdern.
Viele Delegierte betonten in den Berichten ueber die Kommunikationsarbeit in
ihren Kirchen, dass der Aufbau einer funktionierenden Kommunikation
massgeblich durch die Aus- und Weiterbildungsprogramme in den Bereichen
kirchliche Publikationen, Hoerfunk und Fernsehen sowie moderne
Informationstechnologie, die KALME in den vergangenen knapp 30 Jahren
organisiert und angeboten habe, gefoerdert worden sei. Dies muesse auch in
Zukunft einen Schwerpunkt der Arbeit von KALME bilden. Daher beschlossen die
Delegierten in Sibiu/Hermannstadt, dass KALME zur weiteren
Professionalisierung der Medienarbeit auch zukuenftig auf Wunsch einzelner
Mitgliedskirchen Seminare und Weiterbildungen anbieten solle.
Die Kontakte zwischen Medienschaffenden waehrend der Zeit des "Eisernen
Vorhangs" seien wichtig gewesen und haetten den Informationsfluss zwischen
Ost und West gefoerdert. Charakteristisch fuer die Arbeit von KALME sei
weiterhin die intensive Zusammenarbeit von Kirchenleitungen und
MedienvertreterInnen. KALME verstehe sich als Werkzeug fuer den
Kommunikationsdienst in Gemeinschaft mit dem LWB. "Die gegenseitige Hilfe und
gegenseitige Bereicherung bei der Medienarbeit erachten wir fuer
unverzichtbar, um dem Auftrag des Evangeliums zu folgen", so die Delegierten.
KALME ist ein Zusammenschluss von Medienschaffenden aus 22 europaeischen
lutherischen Minderheitskirchen. Der Kommunikationsausschuss wurde 1977 in
Guestrow (Deutschland) mit dem Ziel gegruendet, im geteilten Europa eine
Brueckenfunktion wahrzunehmen. Weiterhin soll KALME Verbindungen zwischen
grossen und kleinen Kirchen in Europa ermoeglichen sowie ein Begegnungsforum
zwischen Medienfachleuten und Kirchenleitungen bieten.
Die Vollversammlung in Sibiu/Hermannstadt stand unter dem Thema: "Der
interkonfessionelle und interreligioese Dialog und seine Auswirkungen auf die
Medienarbeit der Kirchen".
Zur neuen KALME-Vorsitzenden wurde Marina Chudenko (Russland) gewaehlt, zum
Stellvertretenden Vorsitzenden Pfr. Roland Kauffmann (Frankreich). Weitere
Mitglieder des vierkoepfigen KALME-Praesidiums sind Schatzmeister Pfr. Marco
Uschmann (Oesterreich) sowie KALME-Sekretaerin Karin Denghel (Rumaenien), die
in ihrem Amt bestaetigt wurde. In den KALME-Vorstand, der von acht auf zehn
Mitglieder reduziert wurde, waehlten die Vollversammlungsdelegierten
weiterhin: Pfr. Jerzy Below (Polen), Praxedis Bouwmann (Niederlande), Pfr.
Pavlis Bruvers (Lettland) und Meelis Sueld (Estland). (474 Woerter)
* * *
Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen
weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er inzwischen 136
Mitgliedskirchen, denen rund 62,3 Millionen der weltweit knapp 66 Millionen
LutheranerInnen in 76 Laendern angehoeren.
Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das ermoeglicht eine
enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenischen Rat der Kirchen (OeRK) und anderen
weltweiten christlichen Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner
Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. oekumenische und
interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere Hilfe, Menschenrechte,
Kommunikation und verschiedene Aspekte von Missions- und Entwicklungsarbeit.
Die LUTHERISCHE WELT-INFORMATION (LWI) wird als Informationsdienst des
Lutherischen Weltbundes (LWB) herausgegeben. Veroeffentlichtes Material gibt,
falls dies nicht besonders vermerkt ist, nicht die Haltung oder Meinung des
LWB oder seiner Arbeitseinheiten wieder. Die mit "LWI" gekennzeichneten
Beitraege koennen kostenlos mit Quellenangabe abgedruckt werden.
* * *
LWI online unter: www.lutheranworld.org/News/Welcome.DE.html
LUTHERISCHE WELT-INFORMATION
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Deutsche Redaktion: Dirk-Michael Groetzsch
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